Kirsten Heisig wurde ermordet!
… glaubt zumindest Mr. “Jörg Haider wurde ermordet” und Mr. “9/11 war inszeniert” Gerhard Wisnewski. Bei allen interessanten Punkten greift er jedoch wieder mehrfach derart dumm ins Klo, dass man - wie üblich - alles von ihm “ermittelte” vergessen kann.
Tatsächlich fand ein Spaziergänger drei Tage nach der Bergung der Toten am 3. Juli 2010 an der in den Medien angegebenen Stelle eine grüne Plastikplane mit Verwesungsgeruch, in der gut ein Mensch gelegen haben könnte, sowie einen mit Klebeband verschnürten Hundekadaver.
In der Plastikplane stand eine bräunliche, nach Verwesung stinkende Flüssigkeit. »Die Polizei, die ich rief, kam vor Ort und sagte, sie setze sich mit der Kripo in Verbindung«, schrieb er mir. Der Hundebesitzer machte auch Fotos; nur der rötlichbraune, halb vergrabene Hundekadaver sei auf seinen Handyfotos nicht zu erkennen gewesen, sagte er.
Na wenn das mal kein Beweis ist? Eine grüne Plane auf einem Waldboden. Das muss doch die Leichendecke von Heisig gewesen sein! Wie dumm nur, dass das einzige nicht gar so leicht zu stellende, der Hundekadaver, “auf den Handyfotos nicht zu erkennen gewesen [ist]“. Da obige Bildqualität wirklich gut ist, gibt es keinen Grund wieso das Bild der Hundeleiche unbrauchbar sein soll. Zudem macht im Zeitalter der Digitalphotografie jeder immer mehrere Photos und kann diese unmittelbar danach auf Qualität überprüfen. Bei einem solch wichtigen Thema würde man zudem natürlich auch ein völlig verwackeltes Bild zeigen…
Mal ganz von den Logikfehlern abgesehen. Wieso sollte die Staatsmacht sie ausbuddeln um sie zur Selbstmörderin erklären, dabei jedoch Plane und Hund vergessen?
Außerdem geschah noch etwas Merkwürdiges: »Als ich am nächsten Tag dort vorbeischaute, war die Stelle mit frischen Baumstämmen abgedeckt«, schrieb mir mein Informant. Daneben seien noch Reifenspuren eines schweren Waldfahrzeuges zu sehen gewesen. Dabei hätte doch nichts näher gelegen, als die Plane und den Hundekadaver nach der Entdeckung einfach zu beseitigen. Eine Schaufel, ein Pritschenwagen, und weg damit. Stattdessen wurde aber ein enormer Aufwand getrieben. Frage: Warum sollte man die Fundstelle eines gewöhnlichen Hundekadavers auf diese Weise »versiegeln«? Ist das also das erste Grab von Kirsten Heisig?
Bilder der Reifenspuren? Fehlanzeige!
Diese vier Baumstämmchen wiegen bestenfalls 50kg und ein auch nur halbwegs kräftiger Mann kann selbst 150-200kg schwere Baumstämme beiseite wuchten oder zumindest rollen. “versiegeln” tun diese paar Holzstücke also rein garnichts!
Ob das Wisnewski selber erfunden hat um für sein nächstes Buch genügend “Quellen” zu haben, ob ihn jemand verarscht, oder ob jemand unbedingt “Beweise” für die gewünschte Version schaffen will kann ich nicht sagen. Erreicht hat er mit diesem Unsinn jedoch bereits, dass dieser Artikel schon wieder auf x Blogs und Seiten kursiert um die Legende des Mordes weiterzuspinnen.
Nichts gegen eine zünftige Verschwörungstheorie, aber bitte doch mit ein klein bisschen mehr Logik und Verstand!
Autor: Huwi | Abgelegt unter Lug & Betrug
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