Rush Limbaugh Quote of the Day

"Obama is doing to the US economy what Godzilla did to Tokyo -- stomping all over it."
16. August 2010

Merkwürdige Diskrepanzen

Die Berliner IHK und Handwerkskammer melden noch 1.300 offene Ausbildungsplätze, die nicht besetzt werden können.  Auch Firmen im Berliner Umland schauen sich vergeblich um.  Es fehlt an jungen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Menschen, die Deutsch sprechen.

In diesem Jahr verließen 30.000 junge Menschen in Berlin die Schulen.  Offenbar sind das nicht genug, um die 1.300 noch offenen Ausbildungsplätze auszufüllen.  Vielleicht sind sie nicht ausbildungswillig, nicht ausbildungsfähig oder sie sprechen kein Deutsch?  Stephan Schwarz, Präsident der Berliner Handwerkskammer sagt: “Rund 25 Prozent der jungen Leute in Berlin gelten als nicht ausbildungsfähig.”  Viele oder vielleicht auch die meisten von ihnen haben einschlägige “Wurzeln”.

Da es in Berlin nicht genug geeignete Bewerber gibt, sollen diese jetzt aus Polen (!) angeworben werden.  Zu einer Abwerbeveranstaltung, die am 29. September in Stettin stattfinden soll, werden bis zu 800 polnische, Deutsch sprechende Jugendliche erwartet. (Polen freut sich schon über die Abwerbung von Nachwuchs.)

Berlin hat nicht nur ein Problem, offene Lehrstellen zu besetzen - Berlin hat auch ein Problem mit Hartz-IV-Empfängern,  die sich nicht angemessen um einen Arbeitsplatz bemühen.  Stadtweit 2,9 Prozent der 445.000 Leistungsbezieher, die 15 bis 64 Jahre alt und voll erwerbsfähig sind, nahmen ein Arbeitsangebot nicht an, erschienen nicht zu Gesprächsterminen oder lehnten eine Weiterbildung ab.  Ihnen werden jetzt die staatlichen Leistungen (= “Lohnersatzleistungen”)  gekürzt.   Besonders streng sind die bundesweit einheitlichen Regelungen für die 15- bis 24-Jährigen.  Hier kann (!) der Arbeitsvermittler sofort die gesamten 359 Euro streichen, wenn seine “Kunden” sich bei der Ausbildungs- oder Arbeitssuche unwillig zeigen.

Quellen: Hans Evert, Die Suche nach Lehrlingen im Ausland beginnt. Berliner Morgenpost vom 15. August 2010, Seite 5.   Johannes Wiedemann, Strafen für 12.800 Hartz-IV-Empfänger.  Berliner Morgenpost vom 15. August 2010, Seite 10.

Autor: Gerd | Abgelegt unter Wirtschaft & Finanzen, Politik allg.
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07. Dezember 2009

6.000.000.000.000 Dollar jährlich

wird der Kampf gegen den menschlichen Anteil am Klimawandel kosten, so Schätzungen. In Deutschland wird der Umsatz von 60 Milliarden 2006 auf geschätzte 400 Milliarden jährlich in 2030 ansteigen, so die Allianz.

Wie könnte bei solchen Geldmengen je zugegeben werden: “Tut uns leid, aber wir haben uns geirrt. Der Mensch kann den Klimawandel nicht beeinflussen!”?

Da stellt sich die Frage: Wie kann man davon am besten profitieren? Wie kann man dann wenigstens einen Teil der 400 Milliarden abgreifen statt sie zu bezahlen? Hat irgend jemand Ideen?

Autor: Gegenstimme | Abgelegt unter Aus dem Irrenhaus, Wirtschaft & Finanzen, Gesellschaft, Germanyland, Umwelt- & Weltenrettung
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03. September 2009

Power of the Market

heißt eine wirklich herausragende Reihe von Videos mit Milton Friedman
Hier ein Beispiel:

Hier kann man sich alle 31 Videos ansehen.

Autor: Gegenstimme | Abgelegt unter Leseempfehlung, Wirtschaft & Finanzen, Gesellschaft, USA
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25. Juni 2009

It’s the end of the world as we know it?

oder ist es das vielleicht doch nicht? In Deutschlands Online-Leitmedium ist heute ein schonungsloser Artikel über den “Mann, auf den wir alle gewartet haben” erschienen.

Der Präsident hat gewechselt, das Exzessive in der amerikanischen Politik ist geblieben. Barack Obama und George W. Bush sind sich ähnlicher als es auf den ersten Blick scheinen mag.

Mit demselben Feuereifer, mit dem Bush seinen Krieg gegen den Terror führte - und dafür die Regeln von Völkerrecht und Rechtsstaat brach - führt Obama seinen Feldzug gegen die Finanzkrise. Seine Waffe ist die Gelddruckmaschine. Die Regeln, die er verletzt sind die der Ökonomie. Niemand wird getötet, aber der Preis, den die Weltmacht USA für diesen Exzess zahlt, ist womöglich die Weltmachtstellung selbst. […]

Obamas Cheney heißt Larry Summers. Der oberste Wirtschaftsberater des Präsidenten ist ebenfalls ein Überzeugungstäter. Die Finanzkrise mag groß sein, sein Selbstbewusstsein ist größer. Wichtiger noch: Obama folgt ihm wie der Hund dem Herr. […]

So wie die amerikanische Öffentlichkeit dem Kriegspräsidenten Bush zunächst folgte - und ihn fulminant wiederwählte - so folgt sie nun auch dem Schuldenpräsidenten Obama. Die Irrtümer der Bush-Ära sind heute Allgemeingut. Die Irrtümer der Obama-Regierung werden von vielen noch als Wahrheiten gehandelt.

Es folgt eine Aufzählung der Irrtümer der Obama-Regierung, die wohl in 10 Jahren ebenfalls jeder kennen wird, wenn es nicht die Medien schaffen sie zu verschleiern:

Irrtum Nummer eins: Alles sei halb so wild, die USA hätten während des Zweiten Weltkrieges viel mehr Schulden angehäuft, heißt es oft. Das aber stimmt nicht. Laut vorsichtigen Prognosen dürfte die Obama-Politik dreimal so teuer werden wie die US-Ausgaben für den Zweiten Weltkrieg. Gerechnet in heutigen Preisen gaben die Amerikaner damals drei Billionen Dollar aus. Obamas Budget rechnet von 2010 bis 2020 mit neun Billionen zusätzlichen Schulden.

Dieser Vergleich ist atemberaubend! Der Zweite Weltkrieg, der alleine mit der USN eine Flotte schaffte wie sie nie zuvor gesehen war - und danach auch nie wieder existierte, der eine unglaubliche starke und zahlreiche Luftwaffe schaffte und das Heer auf viele Millionen gut ausgerüstete Soldaten vergrößerter und nicht zuletzt: der Zweite Weltkrieg, in dem die Entwicklung und der Bau der Atombomben bezahlt werden musste war nur ein drittel so teuer wie die angepeilte Neuverschuldung! Wer wundert sich da bitte noch über die Tea Partys? Selbst jedes Kleinkind weiß, dass das nicht gut ausgehen kann. Entweder wird es irgendwann eine drastische Haushaltskürzung zusammen mit einer gewaltigen Steuererhöhung geben müssen, die Amerika innen- und außenpolitisch lähmt und gleichzeitig mal wieder wie unter Clinton das Militär verfallen lässt oder es wird eine Inflation geben, wie sie seit Anbeginn des Staates ununterbrochen existierende US-Währung Dollar noch nie gesehen hat. Gerade an der zweiten Zukunft arbeitet man bereits massiv indem das Geld in Massen gedruckt wird. Dass eine Inflation nichts anderes als eine Enteignung der Besitzenden ist, wird vermutlich billigend in Kauf genommen, wenn es vom “I want to spread the wealth around” Präsidenten nicht gar klar beabsichtigt ist.

Zweitens: Das Geld fließt in die Wiederbelebung der kriselnden Volkswirtschaft und diene damit einem guten Zweck, wird gemeinhin angenommen. Richtig ist: Der größte Teil des Leihgeldes wird in den USA für die normale Haushaltsfinanzierung benötigt. Die amerikanische Schuldenaufnahme 2009 entspricht in etwa der Hälfte des Obama-Budgets. Das Land lebt über seine Verhältnisse, auch ohne Finanzkrise.

Hier wird also offensichtlichdie Bevölkerung im Unklaren gelassen oder sie will es gar nicht wahrhaben. Die einzige richtige Aktion in einer Krise ist es, den Gürtel enger zu schnüren. Doch wie soll Obama das machen, muß er doch die Erwartungen vieler staatshöriger Sozialisten befriedigen. Das Gesundheitssystem nach europäischem “Vorbild” zu reformieren geht genauso wenig umsonst wie gewaltige Bauprojekte zur Arbeitsbeschaffung.

Ehrlich muss man hier jedoch auch sein. Die Neuverschuldung, das über die Verhältnisse leben fing nicht bei BHO an. Begonnen hatte es längt bei George W. Bush, nicht zuletzt auch wegen des gezwungenermaßen explodierenden Verteidigungsetats.

Dritter Irrtum: Ist die Krise erst beendet, reduziert sich die Schuldenaufnahme wie von selbst, glauben viele. In Wahrheit dürfte sie sich danach noch steigern. Die Alterung der US-Gesellschaft stellt das Land vor eine finanzpolitische Herausforderung, die in keinem Budgetplan bisher in vollem Umfang berücksichtigt ist.

Hier sind wir in Deutschland natürlich keinen Deut besser! Der Bürger wird weiter gezwungen in das staatliche Modell einzubezahlen obwohl es absehbar ist, dass dieses kollabieren wird. Gleichzeitig wird noch einmal ein gewaltiger Schuldenberg aufgehäuft der dann durch eine “Schuldenbremse” irgendwie schon wieder abgetragen wird… - oder auch nicht. Doch darüber werde ich in den nächsten Tagen noch schreiben.

Viertens: Die Welt glaubt, die USA leihen sich auf den Kapitalmärkten Geld. Vor allem Chinesen und Japaner würden die Staatsanleihen kaufen, heißt es oft. Richtig ist: Das Vertrauen in die Seriosität der USA hat derart gelitten, dass immer weniger Ausländer die neuen US-Staatsanleihen kaufen. Die Notenbank der USA kauft sich daher selbst die Papiere ab, mit Geld, das sie vorher selbst gedruckt hat. Die Bilanz der Fed hat sich seit 2007 mehr als verdoppelt. Die US-Notenbank ist damit eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen der Welt. Ihr Geschäftszweck ist die wundersame Geldvermehrung.

Siehe oben. Das führt zur Inflation, zu hohen Schuldendiensten und letztendlich zu einem massiven Anstieg der Steuern und zusammen damit zu einer Enteignung der Besitzenden.

Irrtum Nummer fünf: Das zusätzliche Geld sei unschädlich, weil sich die Wirtschaft gerade zusammenziehe. Inflationsgefahr bestehe nicht. Richtig ist: Diese Ruhe an der Inflationsfront trügt. Das heiße Geld staut sich derzeit auf den Sparkonten der Bürger und in den Bilanzen der Banken, die derzeit nicht gern Geld verleihen. Die durch keine Warenproduktion gedeckte Ausweitung der Geldmenge (plus 45 Prozent in den vergangenen drei Jahren) wird sich früher oder später entladen.

Der Dollar, der seit dem Jahr 2000 bereits rund 40 Prozent seines Wertes gegenüber dem Euro verloren hat, wird dann weiter an Wert und Ansehen verlieren. Die Ankerwährung der Welt könnte sich angesichts der Druckwelle sogar vom Boden losreißen. Spätestens dann tanzt die Welt auf den Wellen. Wahrscheinlich wird man im Rückblick sagen: Die USA bekämpften die Finanzkrise, indem sie eine Währungskrise vorbereiteten.

Die deutsche Antwort auf die Exzesse der Bush-Krieger war Verweigerung. Gerhard Schröder ließ Amerika ohne die Deutschen in den Irak-Krieg ziehen und organisierte eine europäische Widerstandsfront, die von Moskau bis Paris reichte.

Die deutsche Antwort auf die finanzpolitischen Exzesse der Obama-Regierung steht noch aus. Ein bisschen mehr Schröder wäre wünschenswert.

Ob eine Deutsche “Weigerung” - wie sollte sie eigentlich aussehen? - etwas bringen wird kann ich nicht wirklich beurteilen, ich wage jedoch es zu bezweifeln. Gerade als Exportnation sind wir von der Finanzkrise sehr stark betroffen und werden unter ihr wohl noch mehr leiden als die USA.

Insgesamt wohl mehr als üble Aussichten. Wer noch immer vor hat in die USA auszuwandern muß sich wohl darüber im klaren sein, dass Obama dank der Konjunkturprogramme und seines Charismas auch noch eine zweite Amtszeit schaffen wird, es wird ja auch fast nie ein amtierender Präsident abgewählt. Was in acht Jahren dann aus den USA geworden sein könnte, möchte man sich wohl kaum ausmalen. Das ist sicherlich nicht allein seine Schuld, auch George W. Bush hat schon eine Menge Geld  gedruckt und Schulden aufgehäuft, doch es wäre nun and er Zeit zu sagen “Yes, we can!” Wir können den Haushalt sanieren ohne Schulden aufzunehmen, Geld zu drucken und unsere Machtbasis zu verschleudern.

Die Rechten würden eine solche Politik gut heißen und die linken einige Toleranz zeigen, immerhin ist der Verursacher ja einer von ihnen. Indem er mit einer “Bei mir wird alles besser” Rethorik angetreten ist und Hoffnungen geweckt hat könnte er jetzt sagen: “Mir tut es weh, aber es hilft nichts. Wir müssen den Gürtel enger schnüren”. Ein linker Charismatiker und Demagoge wie Obama wäre dafür der richtige Mann, doch ob er den Willen dazu hat muß bezweifelt werden…

Zuletzt noch etwas Differenzierteres:

Die letzten Tage wird in allen konservativen und rechten Blogs auf BHO herumgehackt. Er würde bezüglich des Irans völlig versagen und die dortige Demokratiebewegung verraten. Vermutlich hätte George W. Bush längst erklärt Amerika sei bereit eine Demokratiebewegung zu unterstützen, zumindest können wir darüber nun  fabulieren.

In der Tat war BHOs “Schweigen schreiend laut”, wie das bekannte Oxymonorn heißt. Endlich hat er nun erklärt die Einladungen an die iranischen Diplomaten für den 4. Juli seien widerrufen, zugesagt hatten ohnehin noch keine. Allerdings darf man einiges auch nicht vergessen:

1. Mussawi ist kein Demokrat! Er ist - und das beweist seine Zulassung zur Wahl - ein Anhänger des Systems. Zusammen mit dem heutigen Revolutionsführer Chatami hat er bei Khomeini studiert. Das heißt nicht, dass er sich nicht wandeln könnte. Das heißt nicht, dass er das Leben für die Bevölkerung nicht deutlich angenehmer und weniger repressiv machen könnte. Das heißt aber eben auch nicht, dass bei einem Putsch oder einer Revolution die ihn an die Macht bringt auf einmal alles gut wäre. Vermutlich würde weiter an der Bombe gebaut werden und auch die westlichen Werte würden weiterhin keinen Einzug finden. Auch am Vernichtungswunsch gegenüber Israel würde sich nichts ändern! In sofern könnte er durchaus gefährlicher sein, da in ihm dank des “kleineren Übels” kein solches Feindbild wie bei Achmadinedschad entstehen würde. Die bereits jetzt ineffektive Sanktionspolitik würde dann noch weniger erfolgversprechend werden, ein Militärschlag gegen die Atomanlagen noch weniger Unterstützung finden.

2. Die Teilnehmer an den Demonstrationen sind völlig unterschiedlich. Gerade die Unterstützung Mussawis durch die “Geistlichkeit” aus der heiligen Stadt Gom zeigt, dass die Religiösen Fundamentalisten selber ebenfalls zu den Protestlern gehören! Für sie geht es hierbei keineswegs um eine säkulare Gesellschaft, um eine wirliche Demokratie oder gar um westliche Werte. Für sie ist - der übrigens durch Mussawis Hilfe (sic!) ins Amt gekommene - Chatami föllig inkompetent und die Absegnung einer Wahlfälschung ein Affront. Sie würden zwar vermutlich das System ändern und das auf Khomeini zugeschnittene Amt des Revolutionsführers abschaffen, Dinge wie der Wächterrat - also die Überwachung des Staats auf strikte Einhaltung eines fundamentalistischen shiitischen Islams -würden mit Sicherheit bestehen bleiben. Daher ist es falsch allzuviel Veränderung zu unseren Gunsten von diesen Demonstranten zu erwarten!
Zu den Demonstranten gehören natürlich auch alle anderen politischen Gruppierungen. Von Achmadinedschad-Anhängern die nur wegen der Wahlfälschung ihres Idols erbost sind über “Ungläubige” mit Hoffnung auf etwas weniger Repression über Säkulare, Kommunisten bis hin zu den sicher auch im Iran existenten Krawallmachern, die sich diese Chance nicht entgehen lassen wollen. Auch “moderatere” Muslime werden sich dort finden, die ihre Religion weniger auf Zwang leben wollen und die selber oder ihren weiblichen Verwandten wünschen ihre Verhüllung nur auf eigenen Wunsch tragen zu müssen.

3. Der Iran hat seit jeher ein stolzes Volk. Mit einer großartigen Geschichte von dem Anbeginn der Antike bis ins späte Mittelalter war der Iran immer eine hochentwickelte Kultur die auch unter dem Islam viele ihrer Eigenheiten und Prinzipien nicht verloren hat, so dass man langsam doch wieder Herders Idee einer Volksseele recht geben möchte. Würde diesem Land, dass seit 30 Jahren antiamerikanisch indoktriniert ist und in dem der -verglichen mit den Mullahs wohl eher harmlose - unterdrückerische Shah ebenfalls von den USA gestützt wurde nun ein US Präsident kommen und sich eindeutig und ohne wenn und aber auf die Seite einer der Parteien stellen, so würde dies Mussawi massiv diskreditieren. Es wäre gefundenes Fressen für die systemtreuen Mussawigegner, die ihn damit zur US-Marionette erklären könnten. Eine klare, deutliche und harte Positionierung zugunsten des “Reformers” würde nicht nur seine Gegner radikalisieren und mobilisieren, sie würde wohl auch weite Teile seiner aktuellen Unterstützer (aus welchen Motiven auch immer) verunsichern oder gegen ihn aufbringen. Es war ja nicht zuletzt die Bedrohung von Aussen durch den Angriff des Iraks, die zur Konsolidierung der Revolution geführt hat. Der äußere Feind ließ alle Gegner des neuen Systems erstmal für die gemeinsame Sache kämpfen bis es zu spät war um noch etwas an der nun eben religiösen Diktatur zu ändern. Würde nun wieder ein Druck von außen - diesmal sogar direkt vom “großen Saten” kommen, so wäre die aktuell drohende Revolution vielleicht viel schneller zerschlagen als man denkt…

Ob Obama hier nun richtig handelt oder nicht kann man zeitgleich zu den Ereignissen schwer sagen und je nach Ausgang werden die Historiker in 20 Jahren sagen: “Wegen ihm ist der Iran heute eine noch schlimmere Diktatur” oder aber “trotz seiner Untätigkeit…” - vielleicht werden sie aber auch “Dank Obamas Zurückhaltung konnte sich die Reformbewegung im Iran durchsetzen” schreiben. Das jetzt seriös und sicher vorauszusagen ist unmöglich.

Als Neokonservativer würde ich natürlich eine harte Antwort eines US-Präsidenten George W. Bush bevorzugen, Obamas Zauderhaltung könnte sich jedoch wie gesagt auch als goldrichtig erwiesen. Darauf hinzuweisen ist nur aufrichtig und fair.

Autor: Gegenstimme | Abgelegt unter Mittlerer & Naher Osten, Iran / Persien, Wirtschaft & Finanzen, Politik allg., USA, Analysen
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27. April 2009

Und der Export brummt doch!

Wer sagt die deutschen Exporte brechen ein kann damit nicht alle Branchen meinen:

Die deutschen Rüstungsexporte sind nach Berechnungen des unabhängigen schwedischen Friedensforschungsinstitutes SIPRI in den vergangenen fünf Jahren um 70 Prozent gestiegen. Deutschland baute seinen Weltmarktanteil am Waffenhandel im letzten Fünfjahres-Zeitraum demnach von sieben auf zehn Prozent aus. Mehr konventionelle Rüstungsgüter führten nur die USA mit einem Anteil von 31 Prozent und Russland mit 25 Prozent aus, teilte das “Stockholm International Peace Research Institute” mit.

Autor: Gegenstimme | Abgelegt unter Militär, Wirtschaft & Finanzen, Germanyland
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25. März 2009

Kommunisten an die Macht!

Peter Sodann, Bundespräsidentschaftskandidat der Linken, hat sich zur Planwirtschaft bekannt. Er habe den Kapitalismus „schon immer abschaffen“ wollen, sagte er in der LVZ-Autorenarena auf der Leipziger Buchmesse. „Ich denke schon, dass eine freie Marktwirtschaft nicht geht, ich denke schon, man muss einigermaßen über Pläne reden, man muss schon mal denken: Was braucht die Menschheit und was braucht sie nicht?“ Beim Blick in seinen Kleiderschrank stelle er fest, dass er vieles nicht brauche.

Quelle

Autor: Jürgen | Abgelegt unter Kommunismus, Wirtschaft & Finanzen, Germanyland
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19. März 2009

Der wilde, wilde Westen fängt gleich hinter Berlin an

Deutliche Worte in einem Spiegel-Kommentar zu unserem unerträglichen Finanzminister Peer Steinbrück, Mitglied der großen sozialistischen Koalition unter Führung der Genossin Merkel:

Finanzminister Steinbrück zieht gegen internationale Steuerparadiese zu Felde. Und auch in Deutschland darf der Fiskus nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs Konten und Depots ohne konkreten Verdacht prüfen - keine guten Nachrichten für den Rechtsstaat.

Wenn es darum geht, an sein Geld zu kommen, versetzt der deutsche Finanzminister das Land gern in die goldenen Zeiten des Wilden Westens. Man müsse den “Indianern” nur deutlich genug mit der “Kavallerie” drohen, um sie Mores zu lehren, erklärte Peer Steinbrück vor wenigen Tagen. So skizzierte er den Umgang mit der Schweiz, die unbotmäßig auf ihrem Bankgeheimnis zugunsten ausländischer Steuersünder beharrte.

Seit gestern wissen wir, dass wir alle Indianer sind. Da veröffentlichte der Bundesfinanzhof ein Urteil, das Wild-West-Methoden auch in Steinbrücks eigenem Steuer-Staat absegnet. Ohne konkreten Verdacht dürfen Finanz-Behörden danach das Bankgeheimnis brechen und Steuer-Erklärungen der Bürger mit dessen Bankkonto-Bewegungen abgleichen.

Der Saloon-Besitzer, der seine Forderungen mit vorgehaltener Waffe kassiert, und der deutsche Fiskus - es ist nur eine Frage der Maskierung: Beide pfeifen auf Rechtsstaat und ordentliche Gerichte, sondern suchen sich ihr Recht selber. […]

Stellt sich die Frage: Warum glaubt eigentlich der Fiskus, der Rechtstaat gelte für ihn nicht? Warum ist der Steuer-Bürger weniger rechtlichem Schutz unterstellt als selbst der mutmaßliche Terrorist? […]

Es hat aber - nicht nur in Deutschland - Tradition, dass im Bereich des Fiskus der Rechtsstaat nur unter Vorbehalt gilt. Das liegt daran, dass der Fiskus älter ist als der Rechtsstaat. […]

(Hervorhebungen durch mich)

Autor: Jürgen | Abgelegt unter Wirtschaft & Finanzen, Papa Staat, Germanyland
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21. Februar 2009

Und noch ‘n Zitat

Erst stirbt der freie Markt, dann stirbt die Demokratie.

(Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank, zitiert im Buch “Crashkurs” von Dirk Müller, das ich gerade lese)

Autor: Jürgen | Abgelegt unter Wirtschaft & Finanzen, Politik allg., Zitate
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19. Februar 2009

Rick Santelli revoltiert

Ich kannte Rick Santelli bisher nicht, aber er ist cool:

Autor: Sir Winston (IM des Staatsschutzes) | Abgelegt unter Wirtschaft & Finanzen, USA
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19. Februar 2009

Bitte nicht stören!

Es ist schon schlimm, wenn einer daherkommt, und den undemokratischen EUkraten sagt, was nicht so ganz positiv läuft in Brüssel — und was btw viele Bürger denken, oder doch zumindest ahnen:

Klaus’ Rede provoziert Tumult im Europa-Parlament

Tschechiens Präsident Vaclav Klaus macht keinen Hehl aus seiner Europa-Skepsis. Den vom tschechischen Parlament abgesegneten Vertrag von Lissabon will er angeblich nicht unterzeichnen. Das i-Tüpfelchen lieferte Klaus jetzt im Europa-Parlament. Mit einer anklagenden Rede brachte er die Abgeordneten gegen sich auf.

Für Qualitätsjournalisten vom Schlage einer Stefanie Bolzen und eines Christoph B. Schiltz scheint der Auftritt von Václav Klaus ein Sakrileg an einer sakrosanten EU zu sein. Der ganze Artikel spiegelt jedenfalls ein gehöriges Maß an EU-hörigkeit, oder zumindest skepsisbefreiter EU-Begeisterung, wider.

Klaus jedenfalls war in Hochform:

[…] weil er historische Vergleiche zieht, die in Europas Hauptstadt schmerzen müssen: Jene „Bürger, die einen großen Teil des 20. Jahrhunderts in Unfreiheit leben mussten“, reagierten „verständlicherweise empfindlich“ auf alles, das sich gegen Wohlstand und Freiheit richte, so Klaus.

Genau dieses aber geschehe im Europäischen Parlament – „hier wird nur eine Alternative durchgesetzt. Wer über andere Alternativen nachdenkt, wird als Feind der europäischen Integration angesehen. Wo es aber keine Opposition gibt, verkommt die Freiheit“. Mit anderen Worten: Das Diktat der Europäischen Union unterscheidet nicht viel von der Diktatur der Kommunisten.

Was er konkret und weiterhin sagte, kann hier nachgelesen werden. Auszüge:

[…] Außerdem ist offensichtlich, dass die eine oder andere institutionelle Anordnung der Europäischen Union kein Ziel zum Selbstzweck ist, sondern ein Instrument zu Erreichung tatsächlicher Ziele. Und diese Ziele sind nichts anderes als die Freiheit der Menschen und so eine wirtschaftliche Ordnung, die Prosperität mit sich bringt. Und diese wirtschaftliche Ordnung ist die Marktwirtschaft.

Das ist gewiss auch das, was sich die Bürger aller Mitgliedsländer wünschen, aber im Laufe der 20 Jahre seit dem Fall des Kommunismus überzeuge ich mich wiederholt davon, dass sich dies umso mehr diejenigen wünschen bzw. entsprechende Befürchtungen haben, die einen großen Teil des 20. Jahrhunderts in Unfreiheit leben mussten und sich mit einer nicht funktionierenden zentralen Planwirtschaft auseinanderzusetzen hatten. Diese Menschen sind verständlicherweise empfindlicher und aufmerksamer auf jegliche Ereignisse und Tendenzen, die in eine andere Richtung als in Richtung Freiheit und Prosperität führen. Zu diesen Menschen gehören auch die Bürger der Tschechischen Republik.

Das heutige System des Entscheidens in der Europäischen Union ist etwas anderes, als das von der Geschichte geprüfte und in der Vergangenheit erprobte System der klassischen parlamentarischen Demokratie. In einem normalen parlamentarischen System gibt es einen Teil der Abgeordneten, der die Regierung unterstützt und einen oppositionellen Teil. Doch das ist im Europäischen Parlament nicht der Fall. Hier wird nur eine Alternative durchgesetzt und wer über andere Alternativen nachdenkt, wird als Gegner der europäischen Integration angesehen. In unserem Teil Europas lebten wir noch bis vor kurzem in einem politischen System, in dem jegliche Alternative unzulässig war und wo es aus diesem Grund auch keine parlamentarische Opposition gab. Wir haben die bittere Erfahrung gemacht, dass dort, wo es keine Opposition gibt, die Freiheit verkommt. Deshalb muss es politische Alternativen geben.

Und nicht nur das. Die Beziehung zwischen den Bürgern eines Mitgliedslandes und den Repräsentanten der EU ist keine normale Beziehung zwischen einem Wähler und dem Politiker, der ihn vertritt. Zwischen den Bürgern und den Repräsentanten der Union existiert ein Abstand (und zwar nicht nur im geographischen Sinne), der wesentlich größer ist, als innerhalb der einzelnen Mitgliedstaaten. Dies wird mit verschiedenen Begriffen bezeichnet: Demokratiedefizit, der demokratische Accountabilitätsverlust, Entscheidungen nicht durch Gewählte sondern Auserwählte, Bürokratisierung der Entscheidungsprozesse, usw. Die Vorschläge zur Änderung des heutigen Zustandes, die in der abgelehnten Europäischen Verfassung oder in dem von der EU Verfassung nur gering abweichenden Vertrag von Lissabon enthalten sind, würden diesen Defekt nur vergrößern. […]

Das hängt auch mit der Frage der Prosperität eng zusammen. Es muss offen gesagt werden, dass das heutige wirtschaftliche System der EU ein System des unterdrückten Marktes und der kontinuierlichen Stärkung der zentralen Lenkung der Wirtschaft ist. Und obwohl uns die Geschichte mehr als ausreichend gezeigt hat, dass der Weg nicht in diese Richtung führt, begeben wir uns heute erneut auf diesen Weg. Das Ausmaß der Einschränkung der Spontaneität der Marktprozesse und das Ausmaß der politischen Reglementierung steigen ständig. Zu dieser Entwicklung trägt in den letzten Monaten auch die falsche Interpretation der Ursachen der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise bei; als ob diese der Markt verursacht hat, während die wahre Ursache das Gegenteil ist: nämlich die politische Manipulation des Marktes. Und so muss erneut an die historische Erfahrung in unserem Teil Europas erinnert werden und an die Erkenntnisse, die wir aus dieser Erfahrung gezogen haben. […]

(Hervorhebungen von mir)

Autor: Jürgen | Abgelegt unter Wirtschaft & Finanzen, Politik allg., EU
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